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Geschichte

Am 19. Juli 1937 begann in München die Ausstellung “Entartete Kunst”. Etwa 600 Werke von 120 Künstler wurden aus deutschen Museen beschlagnahmt und als „entartet“ ausgestellt, darunter auch Franz Marc, Paul Klee, van Gogh, Kandinsky und anderen Vertretern der Moderne.

Das Monopol zur Gestaltung der öffentlichen Meinung und die Hoheit über die Kultur waren Pfeiler nationalsozialistischer Macht. Kunst spielte in der NS-Zeit eine wichtige Rolle als kalkuliertes politisches Mittel zum Transport von Ideologie und zur Steuerung eines einheitlichen Kulturlebens nach nationalsozialistischer Vorstellung.

1933 wird München zur „Hauptstadt der Deutschen Kunst“ erhoben und die Ausstellung „Deutsche Kunst“ in dem dafür gebauten „Haus der Deutsche Kunst“ eröffnet. Gleichzeitig wurde nahebei im heutigen Theater Museum am Münchner Hofgarten die Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt, wo alles als „entartet“ diffamiert wurde, was den ästhetischen, politischen oder rassistischen Idealen der NS-Ideologie nicht entsprach.

In der Ausstellung wurden die Exponate mit Zeichnungen von geistig Behinderten gleichgesetzt und von diffamierenden Kommentaren begleitet, die bei den Besuchern Abscheu und Beklemmungen erzeugen sollten. Dadurch sollte der Kunstbegriff der avantgardistischen Moderne als Verfallserscheinung verstanden werden.

Wie kam es zum Verlust? 

Ausstellung „Entartete Kunst“, München, Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin © bpk – Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte

Ausstellung „Entartete Kunst“, München, Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin © bpk – Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte

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